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Hohnsteiner Kasper


Tri, Tra, Trullala

Kasper alt

seid Ihr alle da? Habt Ihr mich erkannt??

 

Genau, das bin ich, der Hohnsteiner Kasper. Dass ich schon 87 Jahre alt bin, sieht man mir nicht an, oder? Geboren wurde ich 1928 in Hohnstein in Sachsen, als mein Meister Max Jacob von Hartenstein nach Hohnstein umzog, genauer gesagt auf die Burg Hohnstein. Von da an nannten wir uns „Die Hohnsteiner“ – und ich als Hauptfigur wurde zum Hohnsteiner Kasper. Von Hohnstein aus begann unsere Reise um die Welt.

 

Unsere Truppe kannte in den 20er und 30er Jahren jeder in Hohnstein. Neben Max Jacob machten schon bald andere Spieler mit, die in Workshops bei Max Jacob das Puppenspiel gelernt hatten. Dazu gab es in unserem kleinen Wirtschaftsunternehmen den Schnitzer Theo Eggink, der für die vielen Stücke, die Max Jacob schrieb, immer wieder neue Puppen erfand. Es gab Näherinnen für unsere Kostüme, es gab unser Büro, ab Mitte der 30er Jahre hatten wir sogar einen kleinen Laden im Kasperhaus, das der Hohnsteiner Bürgermeister für uns bauen ließ. Das Haus könnt Ihr heute noch sehen, es steht direkt neben dem Max Jacob Theater.



Max Jacob Theater

Puppenspielhaus

Nicht nur Menschen, auch Häuser können umziehen. So geschah es mit dem Puppenspielhaus, das 1938 für die Gartenbauausstellung „Sachsen am Werk“ im Großen Garten in Dresden errichtet wurde. Wochenlang haben wir dort gespielt – und dann hat es Max Jacob doch tatsächlich geschafft, dass das Haus in Dresden ab- und in Hohnstein wieder aufgebaut wurde. Am 13. Mai 1939 durfte ich die Eröffnungsrede halten. Nach dem Krieg wurde das Haus zum Kino umgebaut. Die „Lichtspiele Hohnstein“ hatten die erste Breitwandleinwand im ganzen Kreis.

 

In den 90er Jahren verfiel das Gebäude mehr und mehr. Doch dann fanden sich tatkräftige Hohnsteiner zum Traditionsverein Hohnsteiner Kasper e.V. zusammen, sammelten viel Geld und schafften es, das Haus im mit Hilfe von EU-Geldern zu sanieren. „Kasparek, mit dem Kasper über die Grenze“ hieß das Projekt im Rahmen des „Ziel3-Programms“. Am 28. Februar 2013 wurde das sanierte Gebäude in voller Pracht wieder eröffnet – und ich durfte wieder eine Rede halten. Seitdem bin ich, mit meinem neuen Meister Detlef Heinichen, auch endlich wieder regelmäßig in Hohnstein zu sehen. Auch anderes Puppenspiel, Figurentheater, Konzerte, Vorträge und Theater gibt es dort zu sehen. Kommt mich doch mal im Max Jacob Theater besuchen!

 

www.max-jacob-theater.de

 

Hohnsteiner Handspielpuppen


Wir Hohnsteiner sind eine richtige Großfamilie. Da gibt’s den Seppel und die Gretel, den Zauberer, König und Königin und viele andere, leider auch den Teufel, die Hexe und den Räuber, mit denen ich mich ständig rumschlagen muss. Uns verbindet, dass wir alle Holzköppe sind, geschnitzt aus allerbestem Lindenholz. Am Anfang hat das Theo Eggink gemacht, doch seit Jahrzehnten ist dafür schon die Firma Wolfgang Berger zuständig. In ihrer kleinen Hohnsteiner Werkstatt werden die Köpfe geschnitzt und bemalt, für die Kostüme sorgt Birgit Großer aus Porschdorf. Mehr erfahren könnte ihr unter www.hohnsteiner-handspielpuppen.de  und unter www.schneiderei-im-ferienhof.de.



Traditionsstätte Hohnsteiner Handpuppenspiel

Touristinfo

Im schmucken alten Fachwerkhaus der Touristinformation Hohnstein wurde am 22.12.2005 die Traditionsstätte Hohnsteiner Handpuppenspiel eröffnet. Das kleine Museum ist dem Wirken meines alten Meisters Max Jacob gewidmet, der uns Hohnsteiner in aller Welt bekannt gemacht hat. Anlässlich des 75jährigen Bestehens des Max Jacob Theaters wurde die Ausstellung komplett neu gestaltet. Alles, was Ihr über mich und die anderen Hohnsteiner wissen wollte, erfahrt Ihr hier. Und natürlich gibt es auch viele schöne Puppen zu sehen, ja Ihr könnt sogar selbst spielen.

 Zu besichtigen ist die Traditionsstätte zu den Öffnungszeiten der Touristinformation oder nach Absprache: Touristinformation und Traditionsstätte in Hohnstein, Rathausstr. 9, Tel. 035975 86813 oder 19433.



Hohnsteiner Puppenspielfest

Nun schon seit über 30 Jahren findet im Zeitraum Ende Mai bis Anfang Juni das Hohnsteiner Puppenspielfest statt. Schauplätze sind die Burg Hohnstein, die Stadtmitte und das Max Jacob Theater. Zu Gast sind renommierte Puppenbühnen aus ganz Deutschland, die von freitags bis sonntags um die 60 Vorstellungen zeigen. Der Hohnsteiner Puppenspielfest e.V. veranstaltet das Spektakel, das traditionell alle Formen des Puppenspiels und des Figurentheaters präsentiert. Und ich, der Hohnsteiner Kasper, bin immer dabei.

http://www.hohnsteiner-puppenspielfest.de/

Max Jacob

 M. Jaocb

Max Jacob, geboren am 10. August 1888 in Bad Ems, kam nach Handelsschule und Buchhalterausbildung über die Wandervogelbewegung zum Handpuppenspiel. 1920 ist die Wandervogelkanzlei in Hartenstein seine Wirkungsstätte.
Dort spielt er 1921 für seine Geburtstagsgäste sein erstes Kasperstück.
Es entsteht eine Spieltruppe, die in Deutschland immer bekannter wird.
1928 ziehen Max Jacob und seine Mitarbeiter auf die größte Jugendburg Deutschlands nach Hohnstein.

Der „Burgvogt“ Hahnewald hat ihn dazu „verlockt“. Jährlich müssen 30 Aufführungen für die Burg stattfinden, alle weiteren Einnahmen gehören der Truppe. Hohnstein wird zum Mittelpunkt des laienmäßigen Puppenspiels in Deutschland. Es finden Wochenlehrgänge statt, die Puppenwerkstatt braucht Hilfskräfte, um alle Puppenbestellungen zu realisieren. Die vergrößerte Gemeinschaft der „Hohnsteiner“ wird zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor.

1933 zur Machtergreifung der Nazis besetzt die SA die Burg. Max Jacob uns seine Mitarbeiter müssen die Burg räumen. Die Stadt Hohnstein baut für sie ein Wohnhaus. 1936 werden die Hohnsteiner auf die Weltausstellung nach Paris zur Olympiade der besten europäischen Handpuppenspieler eingeladen. Sie spielen 1937 dort zum zweiten Mal und werden mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

1940 wird ein Teil der Spieler eingezogen, der Rest zur Truppenbetreuung verpflichtet.

 

1945 spielen sie in Gefangenenlagern um Kiel und Hamburg. Hamburger Kreise fordern die Hohnsteiner auf, dort sesshaft zu werden.

1956 erhält Max Jacob das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Unima
1957 wird er in Prag zum neuen Präsidenten der UNIMA (Union Internationale de la Marionette) gewählt. 1960 erfolgt seine Wiederwahl.

Als Max Jacob im Juli 1953 seine Reisetätigkeit als „Hohnsteiner Kasper“ beendete, hatte er in 12.000 Aufführungen drei bis vier Millionen Kinder und Erwachsene als Zuschauer.

Max Jacob starb am 08.12.1967. Die Urne wurde auf dem Hohnsteiner Friedhof beigesetzt.

Rahmen Kasper
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Herr Jens Welsch mit der Geschichte des Hohnsteiner Kaspers und der Geschichte der Hohnsteiner. Auf seiner Homepage finden Sie das umfangreichste Informationsportal zum Thema.
Hohnsteiner Kasper

Links zum Hohnsteiner Kasper

 

Hohnsteiner Kasperpfad

 Wie schön unser Burgstädtchen ist, zeige ich Euch auf dem Hohnsteiner Kasperpfad. In rund einer Stunde ist der schöne Weg zu schaffen. Für die Großen gibt es wunderbare Aussichten auf die Stadt, die Kleinen können derweil die Kasperköpfe suchen. Start ist in der Touristinformation, Rathausstr. 9, wo Ihr Euch die kleine Kasperpfad-Karte abholen könnt. Und wenn Ihr den Rundweg geschafft habt, wartet dort eine kleine Überraschung auf Euch.

 

http://www.saechsische-schweiz.de/urlaubsthemen/aktivurlaub/wandern/wandern-ohne-hindernisse/wandern-mit-kindern/hohnsteiner-kasperpfad.html

Kasperpfad farbig

Karte Kasperpfad