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Wandern, Wandertouren, Ausflugsziele

Wanderausflugsziele Hohnsteiner Land

Das Hohnsteiner Tälerland kann auf eine ganze Reihe von interessanten Ausflugs- und Wanderziele verweisen.
Diese sind auf dieser Seite unter den Rubriken "Landschaft und Kultur" sowie "Aussichtspunkte" zusammengefasst.
Weiterhin finden Sie Wandervorschläge und nähere Informationen zu unseren Ausflugszielen.
Ausflugsziele: Landschaft und Kultur
Bastei, Amselfall, Amselsee, Rathen, Stadt Hohnstein, Burg Hohnstein, Kirche, Traditionsstätte Hohnsteiner Puppenspiel, Gautschgrotte, Bärengarten, Brandaussicht, Brandstufen, oberes Polenztal, Märzenbecherwiesen, Polenztalwächter, Waitzdorf, Bahnhof ehem. Schmalspurbahn Lohsdorf, Goßdorfer Raubschloss, Schwarzbachtal, Sebnitztal, historisches Uhrwerk Kohlmühle, historische Landmaschinenausstellung Goßdorf, Märchenturm und Schloss Ulbersdorf.

Aussichtspunkte: im Sandstein
Basteibrücke, Gamrig, Hockstein, Burg Hohnstein, Ritterfels, Halbenweg, Brandaussicht, Brandkegel, Waitzdorfer Aussicht, Ochelweg
Aussichtspunkte: an der Nordkante mit Blick in die Sächsische Schweiz
Hohburkersdorfer Rundblick, Napoleonschanze, Röhrenweg, Galkenberg, Waitzdorfer Höhe, Gickelsberg, Hankehübel, Hutberg Ehrenberg, Hutberg Ulbersdorf, Alte Geleitstraße Ulbersdorf, Wasserkoppe Cunnersdorf
 



BurgBurg Hohnstein: Heute Hotel, Pension, Herberge, Museum, Gastronomie, Aussichtspunkt und Eventlocation zugleich. Die ereignisreiche Geschichte der Burg lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Anlage war Schutzwall, Jagdschloss, Amtssitz und Jugendherberge. Aber auch düstere Zeiten der Burggeschichte als Gefängnis und Schutzhaftlager weisen die Geschichtsbücher auf. Selbst die einmalige Lage auf einem Felsmassiv hoch über dem Polenztal ist einen Besuch wert.



BasteiBastei: Das weltberühmte Ausflugsziel ist über verschiedene Wandertouren erreichbar und stellt sich immer wieder als ein besonderes Highlight dar. Gerade über das Polenztal und den Amselgrund lassen sich anspruchsvolle Wanderungen realisieren. Die Bastei befindet sich 200 m über der Elbe und dem Luftkurort Rathen. Die Basteibrücke wurde 1851 als Steinbrücke gebaut. Sie hat eine Länge von 76,50 m, 7 Steinbögen und ragt fast 50 m über eine Schlucht. Die angrenzende Felsenburg Neurathen wurde im 14. Jahrhundert von Rittern erbaut und diente jenen als Schutzwall und Versteck auf ihren Raubzügen auf die Handelsstraßen im Tal.



SchwedenlöcherDie Schwedenlöcher: Der markante Aufstieg (700 Stufen) aus dem Amselgrund hinauf zur Bastei „blauer Strich“. Sein Name geht auf Ereignisse im 30-jährigen Krieg zurück. Einheimische nutzten die Höhlen und Stiege um sich vor den Schwedischen Truppen zu verstecken.




AmselfallbaudeAmselgrund mit Amselsee und Amselfall: Der Amselgrund zieht sich von Rathewalde am Parkplatz Lindengarten beginnend, vorbei an der Rathewalder Mühle, der Amselfallbaude bis zum Amselfall. Der Weg ist nicht nur der Eingang von Rathewalde in die Felsenwelt der Sächsischen Schweiz, der Weg fasziniert durch seine Felsschluchten. Der Amselfall ergießt sich an der Amselfallbaude vom 10 m erhöhtem Grünbach.
Der Amselsee (seit 1934 küntlich angestaut) lädt mit Blick auf die Felsformationen der Lokomotive, der Gans und des Talwächters zum Gondeln ein.



BrandBrand, Brandaussicht, Brandstufen: Der Brand liegt 170 m über der Polenz, sein Name leitet sich von einem früheren Brand an dieser Stelle ab. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts in den Malerweg eingebunden, wurde 1835 hier eine kleine Hütte errichtet, in der den „Schweizbesuchern“, die mit Bergführern oder in „Sänften“ getragen dorthin gelangten, Erfrischungen angeboten wurden. 1856 wurde durch die Forstverwaltung ein Blockhaus errichtet (Scherz: die Hochwassermarke mit Datum 1. April 1914). Am 3. Mai 1877 wurde das massiv gebaute Wirtshaus eröffnet. 1893 entstand das steinerne Logierhaus, das 1899 aufgestockt wurde. Die Brandscheibe ist ein Kletterfelsen, dessen Erstbesteigung 1905 erfolgte. Links am Ende der Terrasse führt die Brandbrücke zu der in den Fels gehauenen Thümmelgrotte, die dem Dichter Moritz August Thümmel (1739 – 1817) gewidmet ist. Das in die Wand eingeschlagene Gedicht ist heute kaum noch lesbar. Der Brand liegt 170 m über dem Polenztal, etwa 870 Stufen (Brandstufen) führen aus dem Tiefen Grund nach oben. Links hinter der Brandscheibe liegt der Frinzberg, eine Urkunde von 14Kutsche56 weist auf eine Befestigung dort hin, wahrscheinlich eine Vorburg von Hohnstein. Heute hat sich die Brandbaude zum Topausflugsziel entwickelt. Eine gute Gastronomie die 364 Tage im Jahr für Gäste die Türen offen hält. Die Brandbaude liegt mitten im Nationalpark der Sächsischen Schweiz. Eine Anreise per PKW ist nur bis Hohnstein möglich. Zur Hauptsaison können Sie die 3 km vom Parkplatz bis zur Baude mit einer Pferdekutsche fahren.


Blick vom RundblickHohburkerdorfer Rundblick: Der 395 m hohe Aussichtspunkt zwischen Rathewalde und Hohburkersdorf bietet einen fantastischen Blick in die Sächsische Schweiz, das Osterzgebirge sowie in das Lausitzer Bergland im Norden. Ein Kriegerdenkmal am höchsten Punkt erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Am Wanderweg Richtung Hohburkersdorf informiert eine Tafel über die Ereignisse des Napoleonkrieges in der Region.



Hockstein 2Hockstein: Die 291 m hohe Hocksteinaussicht bietet ein tollen Blick auf die Burg Hohnstein. Am Fuße des Felsmassives ist die Pension am Polenztal zu erkennen. Auf dem Plateau sind Zeitzeugen einer mittelalterlichen Wehranlage zu erkennen. Diese wurde erst 1821 geschaffen. Der Abstieg ins Polenztal erfolgt über die legendäre Wolfsschlucht.

 


PolenztalPolenztal: Das Polenztal erstreckt sich von Polenz kommend im oberen Teil über die berühmten Märzenbecherwiesen, über 12 km bis zum Zusammenfluss mit der Sebnitz zum Lachsbach bei Porschdorf. Die Besonderheit liegt in den gewaltigen Talausschnitten bis fast 200 Höhenmeter. Dabei ist das obere Tal bis zur Rußigmühle schroffer Granit und von da an abwärts Sandstein. Hier stechen die Felssäulen des Talwächters besonders hervor.


MärchenturmMärchenturm: Der Ulbersdorfer Märchenturm wurde in den letzten Jahren immer mehr zum Aushängeschild des Dorfes. Ursprung war die Idee einem alten Trafohaus einen neuen Anstrich zu verpassen.

 




Bahnhof LohsdorfEhemalige Schmalspurbahn: Am ehemaligen Bahnhof in Lohsdorf Eingang Schwarzbachtal haben die Mitglieder des Schmalspurbahn e. V. das alte Bahnhofsgebäude und einige Meter Gleisanlage wieder hergestellt. Die ehemalige Schmalspurbahn fuhr von Hohnstein über Ehrenberg ins Schwarzbachtal nach Kohlmühle. 1953 wurden die Schienen der Strecke abgerissen. 


Adamsberg
: Schon Götzinger begeisterte die Aussicht von diesem bei Altendorf gelegenen Berg. Besonders reizvoll ist hier der Blick auf Schrammsteine, Falkenstein, Bloßstock, Langes Horn, wenn die Sonne im Westen steht, also am Nachmittag. Schon um 1800 war es ein beliebtes Ausflugsziel der Schandauer Badegäste.


Alter Steinbruch
: Am Halbenweg gelegen. Dort ist die Diebshöhle oder Diebeskeller genannte Schichtfugenhöhle von bogenförmiger Gestalt.


Amselfall
: Seine wildromantische Umgebung mit seiner Höhle war Vorbild für die Wolfsschlucht in Webers Freischütz. Der Wasserfall an dieser Gefällestufe wird durch aufstauen des Grünbachs erzeugt.


Amselsee
: Der von Rathewalde herunter kommende Grünbach wird zu einem 600 m langen Stausee mit zu mietenden Ruderbooten gespeichert. Er wird umrahmt von Lokomotive, Talwächter, Mönch und Gansfelsen. In der Nähe der Eingang zur Felsenbühne Rathen.


Bastei
: ist mit 305 m NN für alle Besucher der Hauptanziehungspunkt der Gegend. Denn er bietet einen einmaligen und großartigen Überblick über die attraktivsten Teile der Vorderen Sächsischen Schweiz. 190 m fallen hier die Sandsteinwände bis zur Elbe hinab. Die Basteiaussicht, die Basteibrücke, die vom Wehlgrund heraufziehende Mardertelle überspannt, und besonders die Felsenburg Neurathen, eine erstaunliche, rekonstruierte Burganlage in einem Felsgebiet, sind die drei besonderen Anziehungspunkte der Bastei.



BärengartenBärengarten
: 1609 auf Anweisung von Kurfürst Christian angelegt zur Aufzucht und Pflege von Bären, weil sich die Zahl der frei lebenden Tiere in den Wäldern der sächsischen Herrschaft immer mehr verringerte. Der an Vergnügungen gewöhnte sächsische Hof brauchte Bären für die Hetzjagden, die in der Residenzstadt, im Schlosshof, auf dem Altmarkt und im Großsedlitzer Garten stattfanden. Unten, wo der Hohnsteiner Bach ausläuft, gab es eine eiserne Fanganlage und darin ein mit Wasserkraft hochziehbares eisernes Tor. Der Bärengarten existierte bis 1756. Danach wurde er aufgegeben, weil es trotz der dicken, hohen Sperrmauern vorkam, dass Bären ausbrachen und Menschen und Vieh anfielen. Die Mauern verfielen und die großen Steine wurden zum Bau von Grundmauern in Hohnstein verwendet.


BockmühleBockmühle
: 1518 erstmals urkundlich erwähnte Mahl- und Schneidemühle. Während des Dreißigjährigen Krieges von den Schweden zerstört, dann wieder aufgebaut. Der Mahlbetrieb wurde im 19. Jh. eingestellt, 1926 ist das Sägewerk abgebrannt. Das erhalten gebliebene Wohnhaus wurde Gaststätte in rustikalem Stil. Unterhalb und oberhalb an der Polenz blühen hier im März/April Tausende von Märzenbechern.


Böhmische Glasstraße
: Vom Landgasthof „Zum Schwarzbachtal“ führte diese alte Handelsstraße als Höhenweg durch die Fluren von Lohsdorf und Ehrenberg nach Hohnstein.

Ehemals ein bedeutsamer mittelalterlicher Handelsweg ist sie jetzt ein Feldweg, an dem noch eine alte Wegsäule zu finden ist, wo der von Ehrenberg zum Tiefen Grund führende Hofehainweg die Glasstraße kreuzt.


Burg Hohnstein: Erste Gebäude wahrscheinlich Ende 12. Jh. errichtet. Hinko I. Berka von der Duba erhielt 1353 die Burg als Lehen von Kaiser Karl IV. Im Gang zum Oberen Schlosshof am vorletzten Torbogen oben zwei knorrige Eichenäste, das Wappen der Berken von der Duba. Ab etwa 1600 Amtssitz, kurfürstliches Jagdschloss und Staatsgefängnis. 1850 Besserungsanstalt für arbeitsscheue Männer, 1919 – 1924 Gefangenenanstalt, 1925 – 1933 Jugendburg. 1933 -1934  Schutzhaftlager. Ab 1935 wieder Jugendherberge, während des 2. Weltkrieges Kriegsgefangenenlager, 1945 Flüchtlingslager. Seit 1949 wieder Jugendherberge.


Burg Stolpen
: Sie wurde erstmals 1121 erwähnt und hat eine bewegte Geschichte. 1218 erwarben die Bischöfe von Meißen die Burg und ließen sie festungsmäßig ausbauen, sie sollte die deutsche Ostkolonisation sichern. Später diente sie den sächsischen Fürsten als Festung. Wiederholt standen Feinde vor ihren Mauern. Napoleon baute 1813 die Festung erneut aus und ließ dann bei seinem Abzug im Juli umfangreiche Sprengungen durchführen. Die bekannteste Gefangene war die Gräfin Cosel, die Mätresse August des Starken. Der 82 m tiefe Burgbrunnen ist eine bewundernswerte technische Leistung. Die Burg ist heute ein interessantes Museum.


RaubschloßBurg Schwarzenberg oder Goßdorfer Raubschloss
: auch Ulbersdorfer Raubschloss. 1372 erstmals erwähnt, 1443 bei der Übergabe in sächsischen Besitz taucht sie nicht mehr in den Protokollen auf. 1858 wurde im Auftrag des Rittergutsbesitzers von Ulbersdorf eine künstliche Ruine errichtet, nur ein Stück der etwa 2 m dicken Mauer an der Westseite ist wohl noch Original. Bei Götzinger gibt es eine Beschreibung, was um 1800 bei Ausgrabungen dort noch gefunden wurde. Über die Burg gibt es zahlreiche Sagen und Spukgeschichten.


Buttermilchmühle
: Seit dem 15. Jh. Mahl- und Schneidemühle im reizvollen Sebnitz-Tal. 1923 Betrieb eingestellt, dann Ausflugsgaststätte, 1970 Kinderferienlager, 1985 nach Blitzschlag abgebrannt. Jetzt steht an der Stelle eine Schutzhütte. 50 m Sebnitz aufwärts ist das Mundloch des St.-Michael-Stollens zu finden, etwa 85 m lang, 10 m langer Querstollen. Angelegt im Siebenjährigen Krieg in der Hoffnung, dort Kupferkies zu finden. Als die Mühle 1970 Kinderferienlager war, wurde das Mundloch verschlossen.


Diebshöhle
: Im Gelände des ehemaligen Steinbruchs am Halbenweg (auch Begangsteig genannt). Eine große Schichtfugenhöhle, 25 m breit, 10 m tief und 3,40 m hoch nach hinten auf 1,40 m verjüngend. An den Felswänden rechts in der Höhle sind in seltener Schönheit großflächig zelliglöchrige bzw. schwammartige Verwitterungen ausgebildet. Es ist ein kleinmaschiges Netz oder feines Gitter von scheinbar ungeordneten Rippen, das kleine vertiefte Hohlräume umschließt. Wegen der Ähnlichkeit mit Bienenwaben spricht man auch von Wabenverwitterung.


Frinzberg
: Der Name stammt aus dem mittelhochdeutschen „Vriunt“ (Freund). Eine Urkunde von 1465 spricht von einem befestigten Fundisberg. Funde lassen vermuten, dass hier eine Vorburg von Hohnstein gestanden hat. Als 1443 die Burg und die Herrschaft Hohnstein in den Besitz der Wettiner überging, verlor die Warte auf dem Frinzberg wahrscheinlich ihre Bedeutung und verfiel. Auf einer Karte aus dem Jahre 1592 ist der Vermerk „einstiges Raubhaus“ eingetragen.


Felsenbühne Rathen
: Die 1934 erbaute schönste Naturbühne Sachsens mit über 2000 Plätzen ist im Wehlgrund in der Nähe des Amselsees gelegen.


Galgenberg
: Flache Granitkuppe 376 m hoch, Standplatz des Galgens vom Hochgericht des Doppelamtes Hohnstein – Lohmen. Im Jahre 1590 waren dem Justizamt Hohnstein 5 Städte und 48 Dörfer unterstellt. Nahe am Galgenberg war früher eine Quelle, von dort wurde Trinkwasser durch Röhren, längs des Röhrenweges, zum Hohnsteiner Markt gebracht. Rohrstück samt Bohrer im Burgmuseum.


GamrigGamrig
: Nahe an der Straße von Waltersdorf nach Rathen gelegen, bietet er einen lohnenden Blick in das Elbtal, auf die Brand-Wände und die Hintere Sächsische Schweiz. Auch hier gibt es eine Höhle.





Gautsch-Grotte
: Geologisches Naturdenkmal, benannt nach dem Dresdner Rechtsanwalt Karl Gautsch. Liegt im Quellkessel des Kalten Loches etwa 110 m über der Polenz. Entstanden durch Auswitterung einer wenig widerstandsfähigen Schicht zwischen zwei festeren Schichten, bildete sich ein höhlenartiger, erweiterter Talschluss von seltener Schönheit. Ein mächtiger Felsüberhang von etwa 40 m Breite überdeckt gewölbeartig eine Grotte, die einer geomorphologisch weniger widerstandsfähigen Sandsteinschicht angehört. An der Oberkante des Felsüberhangs tritt aus einem Quellhorizont zeitlich unterschiedlich Wasser aus. In kalten Wintern entstehen hier großartige Eisgebilde, ähnlich den Stalagmiten und Stalaktiten in Tropfsteinhöhlen, mitunter auch eine dicke geschlossene Eissäule.


GrundmühleGrundmühle
: Seit 1561 urkundlich bekannt. Urban Liebethal kaufte 1562 die Mühle für 60 silberne Schock. Sie war über 400 Jahre im Besitz der Liebethals. Durch die Mühle führte die königlich-sächsische Poststraße Schandau-Hohnstein, deshalb mussten ihre beiden großen Tore von morgens bis abends geöffnet sein. Wanderer und Reisende fanden Unterkunft und Mahlzeit hier. 1802 erfolgte ein Neu- oder Erweiterungsbau, 1812 wird sie in einem Reiseführer (Götzinger) erwähnt. Um 1890 erwarb die Familie das Schankrecht für die Mühle. 1945 wurde die Mühle in Brand geschossen. In den Nachkriegsjahren wiederaufgebaut, ist sie jetzt wieder Gaststätte.


GickelsbergGoßdorf
: Der Gickelsberg ist ein Basaltschlot, auf der Nordseite direkt unter dem Gipfel aufgeschlossen. Eine interessante Sammlung alter landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte ist am Freibad ausgestellt.


Goßdorfer Raubschloss
: siehe Burg Schwarzenberg.


Großer Halben
: Der Halbenweg oder Begangsteig, wurde 1905 erstmals bestiegen. Erstbegehungen der Schwierigkeitsgrade VIIIa und IXb erfolgten durch Bernd Arnold.


Hafersäcke-Aussicht
: Aussichtsfelsen östlich der Brandgaststätte. Links einige Felsen, die wie verschnürte Getreidesäcke aussehen, typische Verwitterungsform, die an grobkörnige großbankige Sandsteinschichten gebunden ist. Sie gewährt Einblick in den Tiefen Grund, 140 m tief, und in das Lausitzer Granitgebiet. Gegenüber erheben sich die Waitzdorfer Wände. Zu erkennen ist der Dorfgrund, ein steiler Aufstieg aus dem Tiefen Grund, auf dem die Waitzdorfer von Schandau aus nach Hause kamen.


HankehübelHankehübel
: Östlich Goßdorf gelegen. Obwohl nur 330 m hoch (so hoch wie die Brandstraße) bietet er einen nahezu vollständigen Rundblick, angefangen mit König- und Lilienstein über Hohen Schneeberg, Zschirnsteine, Großen Winterberg, Schrammsteine, Falkenstein bis zum Tanzplan sowie Unger und natürlich Gickelsberg und Waitzdorfer Höhe, also über die markantesten Felsen der Sächsischen Schweiz und einige Berge der Lausitz.


Heeselichtmühle
: Bildet einen Grenzpunkt zwischen den Ämtern Hohnstein und Stolpen. 1571 als Mahl- und Schneidemühle erwähnt. Ab 1870 Holzschliff, später wurde auch Papier und Pappe hergestellt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie von brandschatzenden Schweden zerstört, kurze Zeit danach wieder aufgebaut. Im Goldflüsschen, das hier von Heeselicht herunter kommt, wurde im 16. Jh. Goldwäsche betrieben. Es gab dort auch Bergbau. Am Fuße des Mühlhorns wurde etwa um 1939 ein Stollen davon beim Bau der Rennstrecke verschüttet. Links neben der Heeselichtmühle ehemaliger Granitsteinbruch, 1933/34 mussten Schutzhäftlinge aus der Burg hier arbeiten. Der Wanderweg die Polenz aufwärts wurde 1934 vom Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz angelegt. Er führt vorbei an Scheibenmühle, Bockmühle bis zur Knochenmühle. Die Märzenbecher blühen am dichtesten vor und nach der Bockmühle.


Schutzhütte HocksteinHockstein
: 115 m über dem Grund, früher nur erreichbar durch die Wolfsschlucht über eine hölzerne Leiter, vor ihr ein Schichtfugenüberhang mit Fangkesseln der Ameisenlöwen im Feinsand und am Ende ein „gotisches Tor“. Etwa 30 m links vom Einstieg entfernt, findet man die Wolfshöhle. Sie ist etwa 20 m breit, 6 m lang und stark versandet. Die hinteren Höhlenteile sind nur schwer zugänglich. Bei Grabungen stieß man hier auf mehrere übereinander liegende Feuerstellen und fand auch zahlreiche Gefäßscherben sowie Feuersteine.

Der Hockstein trug im 14./15. Jahrhundert wahrscheinlich eine kleine Wehranlage als vorgelagerte Befestigung der Burg Hohnstein. Es gab dort eine Zisterne. Zu erkennen ist noch ein im Felsen ausgehauenes dreiseitiges Felsgemach, 7 m lang, 6 m breit, nach Norden offen, in Sandstein gehauene Stufen führen hinunter. Hier stand wohl ein hölzernes Gebäude. Links am Aussichtspunkt gibt es ein Mühlespiel, gehauen in den Fels. Unterhalb des Aussichtsfelsen will man 1812 noch Spuren eiserner Haken gesehen haben. Sie könnten für den Aufzug der Versorgung der Wächter gedient haben. (Bei Götzinger S. 169ff wird auch die Sage von der Hängebrücke zur Burg Hohnstein erwähnt).

Später gab es eine Holzbrücke, über die man auch von der Hocksteinschänke auf dem Hocksteinweg auf den Hockstein kam. Nach ihrem Verfall wurde die Steinbrücke (Teufelsbrücke) gebaut. Falze im Sandstein unter der Teufelsbrücke weisen noch darauf hin. Bevor man aus Richtung der Hocksteinschänke zu der Brücke kommt, ist rechts ein früherer Schutzwall zu erkennen. Er ist etwa 15 m lang und etwa 2 m hoch.

Nördlich führt hier die Lausitzer Überschiebung vorbei: Polenz abwärts ein u-förmiges Canontal (Sandstein). Polenz aufwärts ein v-förmiges Kerbsohlental (Granodiorit).


Hocksteinschänke
: Der dreistufige Hang auf der Wiese unter der Schänke stammt noch von dem ehemaligen Kalkwerk Zeschnig (Abraum). Von 1786 bis 1872 wurde auch hier im Grenzbereich der Lausitzer Störung (Überschiebung) Kalk abgebaut, zuerst im Tagebau, später im Tiefbau. In der Nähe befindet sich das Stollenmundloch, verschlossen mit einer Stahltür. Von dort führt ein 64 m langer, 1,6 m breiter und 2 m hoher Stollen zu dem unterirdischen Weitungsbau. Sein Durchmesser ist 65 m, er wird abgestützt durch 9 stehen gelassene und 4 aufgebaute Pfeiler.


Hohburkersdorfer Linde
: Links an der Straße von der Hocksteinschänke in Richtung Hohburkersdorf, Zeschnig gelegen. Großartiger Rundblick.


Hussitenstollen
: Technisches Kulturdenkmal südwestlich der Scheibenmühle, 125 m tief, etwa 50 m von der Straße hoch nach Heeselicht. Mundloch etwa 1,80 m hoch und 1,20 m breit. Die Talsohle ist mit rotbraunem Schlamm bedeckt. In einem Schriftstück aus dem 17. Jh. wird mitgeteilt, dass „ein Zinnbergwerk hiebevor gewesen, aber vorlengst eingegangen“ sei. Eingang vergittert, jetzt als Winterquartier von Fledermäusen genutzt.


Kalkwerk
: An der ehemaligen Kleinbahntrasse, hinter Puttrich. Hier erfolgte seit 1522 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts der Kalkabbau. Hier lag kalkhaltiges Konglomeratgestein entlang der Gesteinsgrenze zwischen Sandstein und Granit. Das Kalkgestein wurde in unmittelbarer Nähe in einem Kalkofen gebrannt und als Baukalk und Anstrichmittel verwendet. Eine weitere Abbaustelle, die erst im 17. Jahrhundert erschlossen wurde, liegt unterhalb der Hocksteinschänke.


Kleiner Kuhstall
: In der Nähe der Diebeshöhle in der Kernzone, bei den Berken-von-der-Duba-Wänden. Unmittelbar daneben ein kleines Gebilde ähnlich dem Prebisch-Tor.


Kohlmühle
: Alte Mühle am Ende des Kohlmühlgrabens. Beginn der ehemaligen Schmalspurbahn nach Hohnstein.


Lausitzer Überschiebung
: Rechts an der Wartenbergstraße aus dem Polenztal kommend, findet man nach der zweiten Kehre einen Aufschluss, der diese Überschiebung deutlich zeigt. Er ist in der Geologie von großer Bedeutung geworden, denn an dieser Stelle und um diese wurde von 1827 bis 1837 ein heftiger Meinungsstreit zwischen zwei sich streitenden geologischen Theorien über die Entstehung der Gesteine ausgetragen.

Die Neptunisten waren der Meinung, dass alle Gesteine im Wasser entstanden seien. Die Plutonisten dagegen führten die Gesteinsbildung auf vulkanische Prozesse zurück. Der Meinungsstreit wurde erst durch Bernhard von Cotta beendet, der mit Hilfe von Schürfungen und Bohrungen beweisen konnte, dass der Granit ein altes plutonisches Gestein ist, das auf den im Meer gebildeten Sandstein aufgeschoben worden war.


Maimühle
: (Lachsstechen) Hier stand ehemals die Hohnsteiner Ratsmühle. Die später gebaute Mühle ist jetzt eine Ruine an der Brücke über die Polenz. An der Ratsmühle wurden früher zum Vergnügen der Landesfürsten und des Hofadels im Lachsbach vom Amtsfischer gefangene Lachse eingesetzt und mit vierzinkigen Gabeln „von den adligen Herrschaften zum Ergötzen“ aus dem Mühlgraben gestochen. Die auf der Polenz betriebene Holzflößerei stand im Widerspruch zum Lachsfang und wurde deshalb 1730 eingestellt.


MärzenbecherMärzenbecher-Wiesen
: Die Märzenbecher (Leucojum vernum), auch als Frühlingsknotenblumen bekannt, sind südeuropäische-subatlantische Berglandpflanzen. Sie blühen im Polenztal März/April etwa ab Rußigmühle aufwärts, an der Bockmühle alljährlich zu Tausenden. Der Landesverein Sächsischer Heimatschutz hatte 1928 die Auewiesenparzellen unterhalb der Bockmühle gekauft, so dass eine Wiesenbewirtschaftung eingeleitet werden konnte, die dem Schutz dieses Vorkommens diente.


Napoleonstraße
: Führte von Stolpen über Heeselicht, Hohburkersdorf, Waltersdorf bis Königstein, Halbestadt. Der Ziegenrücken ist Teil der Napoleonstraße.


Ochelgrund:
ochl – altsorbisch für Weißfisch (Karausche, Plötze, Rotfeder, Blei). Der Name wurde später auf die Sandsteinwände übertragen. Im Grunde läuft die Sebnitztalbahn, auch als Sächsische Semmeringbahn bekannt. Eine 15,4 km lange Bahnstrecke mit 7 Tunnels, insgesamt fast 1000 m, 27 Brücken unterschiedlicher Größe.


Ochelweg:
Er beginnt im Tiefen Grund gegenüber den Brandstufen und führt unterhalb der Ochelwände in Richtung Kohlmühle.


Polenztal
:
Zwischen Maimühle und Waltersdorfer Mühle: Ein Wildbachtal mit einem Eigenklima. Im Sommer kühler und im Winter wärmer als seine Umgebung. Höhenstufeninversion, Kellerklima. Auf der Talsohle sind Tier- und Pflanzenarten der Gebirgsstufe zu finden, auf den höher liegenden Felsenriffen dagegen Vertreter des Hügellandes.

 


Porschdorf
: Vereinigung Sebnitz und Polenz zum Lachsbach, er erinnert an den ehemaligen Lachsreichtum des Gewässers. Am Lachsbach gab es den Fischmeister, der für den Sächsischen Hof die Lachse zu liefern hatte.


Rathen
: Hier führt eine der wenigen Gierseilfähren (ohne Motor) der Elbe über den Fluss. Das Ruder steuert unter Ausnutzung der Strömung die Fähre über die Elbe.


Räumichtwiese
: Vom Wald umgebene Wiese am Räumichtweg. Sie dient der Wildpflege. Eine kleinere, ähnliche Wiese liegt am Neuweg, bevor er steil ins Polenztal hinabführt.


Ritterfelsen
: Von der Waldstraße führt ein schmaler Weg zur Aussicht in den Schindergraben, auf die Burg Hohnstein und den Hockstein.


Rußigmühle
: 1848 als Mahl- und Schneidemühle vom Müller Rußig erbaut. 200 m oberhalb am Bärenhohlflüsschen wurde in diesem Tal Ende des 20. Jh. kurz nach Kupfererz gegraben. Am Bärenhohlflüsschen, aber auch direkt an der Polenz wächst der Bärlauch.


Schandauer Ratsstube
: Im Tiefen Grund zwischen Kilometer 2,4 und 2,5 eine Felsengrotte rechts der Straße. Schandauer Ratsherren, in heftigen Streit geraten, waren auf dem Weg zum Hohnsteiner Hochgericht. Auf dem Weg dahin gerieten sie in ein heftiges Unwetter und nahmen in der Grotte Zuflucht. Und milde gestimmt unter dem Eindruck des wütenden Unwetters kam es bereits hier zur Aussöhnung. Wenige Meter oberhalb ist im Felsen die „Sense“ eingemeißelt.


NapoleonschanzeSchanzberg
: Auch Napoleonschanze genannt. Ein etwa 3 bis 4 m hoher, künstlich angelegter Erdwall umgibt eine Erdbefestigung (Lünette: eine Festungsschanze für drei Geschütze, mit einer im Winkel gebrochenen Frontlinie mit zwei kürzeren Flanken, die das Seitengelände sichern). Sie musste vom 15. Juli bis 21. August 1813 von vielen Einwohnern des Amtes Hohnstein-Lohmen angelegt werden und diente der Sicherung der von der Festung Königstein zur Burg Stolpen führenden Straße (Napoleonstraße). Am 22. August bezog die französische Armee die Stellung.

Früher nannte man die Granitkuppe Kretzschelberg, abgeleitet von dem am nördlichen Hang stehenden Dreiseitenhof, genannt Kretzschelei. An der Nordwestflanke der Schanze befindet sich jetzt der Hochbehälter der Hohnsteiner Wasserversorgung, 1928/29 erbaut. Das Wasser wird in der Polenzaue in Sickerleitungen gewonnen und in einer 2,6 km langen Leitung hochgepumpt.


Schindergraben
: Führt am unteren Rand des Bärengartens vorbei. Der Schinder = Abdecker lebte in einem Haus oberhalb der Schlucht und hatte totes und krankes Vieh zu entsorgen. Er war auch für die Pflege und Fütterung der Bären verantwortlich.


Schwedenlöcher
: Sie zweigen aus dem Amselgrund ab und sind ein interessanter Aufstieg zur Bastei. Ihr Name erinnert an 1693, als die Schweden im Dreißigjährigen Krieg brandschatzend auch hier waren und die Bewohner der umliegenden Dörfer sich dort in Sicherheit brachten. Über etwa 700 Stufen geht es nach oben. Dort bietet die Pavillon- Aussicht den Blick in Richtung Bastei. Danach geht es fast eben dorthin.

Sense: Die Tochter eines Kürassiers der Sächsischen Armee aus Waitzdorf wollte nur dem tapfersten ihrer beiden Verehrer die Hand zur Vermählung reichen. Im Sensenduell an dieser Stelle wurde einer davon getötet, der andere verließ den Ort, um sich der Strafe zu entziehen. Unmittelbar daneben befindet sich die Schandauer Ratsstube.

WaitzdorfWaitzdorf
: Kleinste dörfliche Siedlung der Sächsischen Schweiz, liegt als einzige Ortschaft im Nationalpark. Wurde 1445 als Wszimstorff erstmalig erwähnt. Die eigentliche Ortsgründung  dürfte schon zu einem weit früheren Zeitpunkt erfolgt sein. 1518 siedelten hier 6 Bauern. Die Schänke entstand 1905 aus einem Vierseitenhof. Die Waitzdorfer-Aussicht bietet Ansichten der Sächsischen Schweiz, die mit denen vom Brand oder der Bastei vergleichbar sind.  Der Aufstieg auf die Waitzdorfer Höhe wird mit einem sehenswerten Rundblick belohnt.

Waltersdorfer Mühle: Ehemals eine Mahl- und Schneidemühle, ein massives Gebäude. Der Name ging, nachdem die Mühle nicht mehr existierte, auf die etwas oberhalb des Mühlenstandorts gelegene Gaststätte über.

Wartenbergstraße
: Straße von der Hocksteinschänke hinunter in das Polenztal. Die alte Straße mit einer Steigung von 1:4,5 wurde den napoleonischen Truppen 1813 zum Verhängnis. Ende August 1913 marschierten zwei Divisionen des Generals Vandamme in Eilmärschen aus Neustadt kommend durch Hohnstein mit dem Ziel, auf der Napoleonstraße Königstein zu erreichen. Um die schweren Geschütze auf die Hochfläche zu bringen, musste die Bespannung verdoppelt werden. Die zurückbleibenden Geschütze blockierten das Tal und der Marsch kam ins Stocken. Infolge der nicht rechtzeitig herangebrachten Artillerie gelang es den Franzosen trotz großer Überlegenheit nicht, die bei Krietzschwitz (Struppener Ebenheit) stehenden russischen Truppen am 26.8.1913 zu schlagen. Das wiederum machte den Rückzug der preußischen und österreichischen Truppen, die Napoleon bei Dresden geschlagen hatte, nach Böhmen möglich.

Die neue Wartenbergstraße wurde 1921/22 gebaut und hat eine Steigung von 1:16.


Ziegenrückenstraße
: Ein schmales, rückenartiges Sandsteinmassiv trennt den Rathener Felsenkessel vom tief eingeschnittenen Polenztal. Darauf verläuft die Straße vom Hockstein nach Waltersdorf. Sie wurde 1812/13 von Napoleon ausgebaut, um eine Verbindung von Stolpen nach Königstein zu schaffen.

 

Touristisch interessante Ziele rund um Hohnstein

 

Zusammengestellt von Dr. Eberhard Oberst aus:

- Götzinger, W. L.: Schandau und seine Umgebungen oder Beschreibung der Sächsischen Schweiz,

        Dresden in der Beegerschen Buch- und Kunsthandlung 1812.

- Hohnstein und Umgebung, Gästeamt der Stadt Hohnstein 1995,

       darin H. Barthel: Wanderungen rund um Hohnstein.

- Rölke, P.: Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz, Band 2, 2000.

- Burg und Stadt Hohnstein, Herausgeber Jugendherberge Ernst Thälmann, 1954.